Wiesenbrüterschutzprojekt

Der Rückgang der Artenvielfalt in unserer Landschaft ist unumstritten. Flora und Fauna nehmen in ihrer Vielfalt ab. Wenn alles mit allem zusammenhängt, dann gilt es zu verhindern, dass ganze Arten aussterben, da wir die Folgen nicht absehen können. Nimmt die Pflanzenvielfalt ab, sinkt die Insektenvielfalt und damit die Vielfalt aller Tiere, die von Pflanzen und Insekten leben.

Das Wiesenbrüterschutzprojekt setzt an dieser Logik an. Rebhuhn, Kiebitz, Feldlerche, Brachvogel oder Uferschnepfe sind in ihrem Bestand gefährdet, da die Lebensräume sich verändert haben. Wir wollen diese Lebensräume aufwerten und verbessern, für mehr Vielfalt sorgen und das Ganze wissenschaftlich begleiten. Das Rebhuhn ist bei uns die wesentliche Zeigerart.

Das Rebhuhn, einst Allerweltvogel in unseren Breitengraden, ist kurz vor dem Aussterben. Es bleiben uns nur noch ein paar Jahre, das Rebhuhn so gut es geht zu unterstützen, den Restbestand zu erhalten und im Optimalfall wieder aufzubauen.

Wo das Rebhuhn lebt, da ist das Ökosystem noch intakt. Der Umkehrschluss sollte uns zu denken geben. Was braucht das Rebhuhn? Die Biotopkapazität muss verbessert werden, also Nahrung und Unterschlupf zur richtigen Jahreszeit ist notwendig.

Wir haben auf 700 ha in der Stinstedter Feldmark zwei geeignete Gebiete festgelegt, die durch systematische Maßnahmen verbessert werden.

  1. Biotopverbesserung durch Blühflächen, insbesondere in den Frühjahrsmonaten
  2. Futterautomaten als Futterunterstützung während der Jungenaufzucht
  3. Raubwildmanagement
  4. Kartierung der Vorkommen
  5. Erfahrungsaustausch und Wissensvermittlung mit anderen Projekten,Landwirten und Jägern vor Ort

Das Projekt wird von der Bingo Umweltstiftung und aus LEADER Mitteln der europäischen Union unterstützt, die Antragsstellung ist in der Endphase. Im Frühjahr 2020 wird das Projekt starten.