Bingo Geschäftsführer zu Besuch beim Nano

Am 15.9.2020 hat uns der Geschäftsführer der Bingo Umweltstiftung, Karsten Behr, besucht, um sich über die vielfältigen Aktivitäten des Nanos zu informieren. Neben dem Erlebnisgewächshaus und Streuobstwiesen konnte er sich auch über den aktuellen Stand des Wiesenbrüterschutzprojektes überzeugen.

Der Bürgermeister der Gemeinde Stinstedt, Klaus Steffens: „Wir leben hier mitten in der Natur und kennen uns, da ist es unser aller Interesse, uns gemeinsam für eine artenreiche Feldmark einzusetzen.“

Karsten Behr zeigte sich hocherfreut über die vielfältigen Maßnahmen, die vom Nano bereits durchgeführt wurden und ermunterte uns, weiter aktiv zu bleiben und gemeinsam mit der Bingo Umwltstiftung noch vielfältige Projekte ins leben zu rufen.

VGH Natur- und Umweltpreis 2019

Der Nano hat gemeinsam mit dem Hegering 3A der Kreisjägerschaft Land Hadeln erfolgreich am VGH Natur- und Umweltpreis 2019 teilgenommen. Auf der Messe „Pferd und Jagd“ wurde dem Nano ein Preisgeld in Höhe von 2000€ für das Wiesenbrüterschutzprojekt übergeben. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei der VGH und der Landesjägerschaft Niedersachsen für das in uns gesteckte Vertrauen für eine erfolgreiche Umsetzung des Projektes.

Nationalpark Eifel

Der Nachhaltiger Norden e. V. oder kurz Nano unterwegs

Gegründet im Jahr 2004, ist der Nationalpark Eifel mit 11.000 ha Fläche einer der kleineren von insgesamt 16 Nationalparks in Deutschland. Geprägt durch rauhe Landschaft, viel Wald und die Nähe zur belgischen Grenze wird der NP Eifel aber erst auf dem Weg zu einem Wildnisgebiet, das es in Zukunft sein soll.

Es bedarf weiterhin schonende Eingriffe des Menschen, sei es der Waldumbau, Wegemaßnahmen, Jagd oder Besucherlenkung. Denn ein Nationalpark ist keine Insel, auch hier muss Rücksicht auf angrenzende Wald- und Feldflächen anderer Eigentümer genommen werden, um nicht über das Ziel hinaus zu schiessen.

Der Klimawandel lässt unserer Umwelt nicht ausreichend Zeit, sich anzupassen. Veränderung hat es immer gegeben, allerdings ist der Zeitraum und damit die Anpassung der Umwelt an das Klima unglaublich kurz. Welche Auswirkungen das haben kann, lässt sich nur erahnen. Einige Kalamitäten (schlimme, missliche Lage), wie die Ausbreitung des Borkenkäfers, die trockenen Jahre 2018 und 2019 und Sturmereignisse der letzten Jahren haben auf unsere Umwelt enorme Einflüsse.

Der Wald, und damit ist nicht nur der Wirtschaftswald gemeint, zeigt uns sehr deutlich, auf was wir uns gefasst machen müssen. Waldumbau braucht Zeit, und die haben wir nun vermutlich nicht mehr. Vorwürfe an die Forstwirtschaft sind unangebracht, denn sie ist sicherlich nicht für die Klimaveränderungen verantwortlich. Auch vermeintllich stabile Waldbestände leiden unter dem Kalamitätsdruck. Für Trockenheit und Stürme ist sie ebenso wenig verantwortlich wie für das Bedürfnis des Menschen, Holz zum Bauen und zum Heizen zu verwenden.

Die Forderungen, immer mehr Wald aus der Nutzung zu nehmen und den Wald sich selbst zu überlassen sind sicherlich verständlich, aber zu kurz gedacht. Denn die Nachfrage nach Holz wird dadurch nicht sinken. Allerdings ändert sich dann die Herkunft des Holzes. Das kann sicherlich nicht Ziel einer nachhaltigen Entwicklung sein.

Nachhaltige Waldbewirtschaftung schließt die Nutzung nicht aus, jedoch nehmen die Herausforderungen auf die sich ändernenden Wetterbedingungen dramatisch zu. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich der öffentliche Diskurs entwickelt.

Nationalpark Eifel

Projekt: bunte Biomasse

Der Nachhaltiger Norden e. V. oder kurz Nano unterwegs

Am 27. Juni 2019 fand die Auftaktveranstaltung der Deutschen Wildtier Stiftung, der VEOLIA Stiftung des des Deutschen Jagdverbandes zum Projekt „bunte Biomasse“ im Paderborner Land statt.

Ziel: 500 ha Mais durch ertragreiche, mehrjährige Wildpflanzenmischungen zur Biomasseproduktion ersetzen

Zeitraum: in den nächsten 5 Jahren

Maßnahmen: Förderung eines möglichen relativen Ertragsausfalls in Höhe von 250€/ha sowie Beratung bei Auswahl des Saatguts, Anbau, Pflege und Erntetechnik.

Der landwirtschaftliche Betrieb von Richard Schulte in Delbrück nutzt bereits das Angebot. Er ist als Betreiber einer 500 kw/h Biogasanlage von dem Projekt überzeugt und gibt seine Erfahrungen sehr gerne weiter. Die Exkursion zu den Flächen, die bereits mit der neuartigen Pflanzenzusammensetzung bestellt sind, zeigte eindrucksvoll, dass die Landwirte einen großen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt liefern können.

Als best-practice Beispiel ist der Betrieb vorbildlich bei der Entwicklung von reinen Monokolturen hin zu einer vielfältigen Landbewirtschaftung unter der Bedingung aller ökonomischen und ökologischen Aspekten. Ein pragmatischer Landwirt mit überzeugenden Argumenten.

Werner Kuhn vom Netzwerk Lebensraum Feldflur konnte gemeinsam mit Richard Schulte fachmännisch jede Frage zur vollsten Zufriedenheit der Exkursionsteilnehmer beantworten.

Die Grundlagen für einen Erfolg des Projektes sind gegeben. Interessierte und überzeugende Landwirte, ein gutes Netzwerk aus Pragmatikern, Verbänden und Finanzgebern sowie ein großes Maß an Erfahrung des Netzwerkes Lebensraum Feldflur, der Deutschen Wildtier Stifung und des Deutschen Jagdverbandes.

Auftaktveranstaltung des Projekts „bunte Biomasse“ am 27.6.2019 auf dem Hof von
Landwirt Richard Schulte, Delbrück.

Göttinger Rebhuhnschutzprojekt

Der Nachhaltiger Norden e. V. oder kurz Nano unterwegs

Das Göttinger Rebhuhnschutzprojekt wurde 2004 ins Leben gerufen und hat seitdem deutschlandweite Beachtung gefunden. Trotz einiger Rückschläge haben die Initiatoren am Projekt festgehalten. Mit beeindruckendem Ergebnis. So konnte am 6.Juli 2019 im Rahmen einer Exkursion des Landschaftspflegeverbandes Göttingen ein Hotspot der Artenvielfalt im Süden Göttingens bestaunt werden.

Der Schlüssel zum Erfolg: Kommunikation mit allen Beteiligten, gute Kontakte, ein enges Netzwerk an Machern, die bereit sind, einem gemeinsamen Ziel zu folgen.

Der Schutz und die Förderung des Rebhuhns ist auch wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt, da das Rebhuhn ein wichtiger Indikator zur Erkennung des Zustandes des Ökosystems Feldflur ist.

Weiterführende Infos: http://www.rebhuhnschutzprojekt.de

Vorstellung des Projektes durch Initiatoren, Forscher und Landwirte vor einer einer landwirtschaftlichen Fläche mit Blühmischung bei Göttingen
Riesige Königskerzen beeindrucken jeden Beobachter
Die Exkursion des Landschaftpflegeverbandes Göttingen am 6. Juli 2019 war sehr gut besucht